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Meldung vom 3. Juni 2026

Sicherheit verbindet – Bewährtes Konzept für eine friedliche und entspannte Kieler Woche

Die Kieler Woche verbindet: Menschen aus Kiel und der ganzen Welt, große Bühnen und kleine Augenblicke, Segelsport und Festivalfreude. Damit alle jederzeit sicher und entspannt die Kieler Woche erleben können, haben die Landeshauptstadt Kiel und die Polizeidirektion Kiel das bewährte Sicherheitskonzept gemeinsam weiterentwickelt. In diesem Jahr rückt dabei auch das Thema Public Viewing zur Fußball-WM in den Fokus.

Ein zentrales Element bleibt der erweiterte Durchfahrschutz: An neuralgischen Punkten werden erneut mobile und feste Barrieren, Poller, Sperrsysteme und weitere Absperrungen installiert, um zu verhindern, dass Fahrzeuge unbefugt oder unbeabsichtigt auf die Eventflächen gelangen. Wichtige Flucht- und Rettungspunkte bleiben jederzeit zugänglich und werden von Sicherheitskräften besetzt, um einen schnellen und kontrollierten Zugang für Einsatzfahrzeuge sicherzustellen. Wie im Vorjahr erfolgen außerdem Abfallentsorgung, Flächenreinigung und die Belieferung der Stände ausschließlich außerhalb der Veranstaltungszeiten und müssen täglich bis 11 Uhr abgeschlossen sein.

Bereits während des Auf- und Abbaus gelten auf den Veranstaltungsflächen besondere Sicherheitsvorgaben. Die Arbeiten an der Hörn, auf dem Rathausplatz, an der Kiellinie sowie auf weiteren Eventflächen werden gesichert begleitet. Ein Befahren dieser Bereiche ist in dieser Zeit nur mit Sondernutzungserlaubnis möglich. Für Fußgänger*innen bleiben die Flächen grundsätzlich passierbar, einzelne Bereiche können jedoch zeitweise abgesperrt werden. Das im vergangenen Jahr erfolgreich eingeführte Pilotprojekt einer geschützten Fahrradspur an der Kaistraße wird 2026 erneut umgesetzt.


Crowd Management – auch an der Hörn

Wie im Vorjahr sorgen zudem Maßnahmen im Bereich des Crowd Managements dafür, dass Besucher*innenströme gleichmäßig auf den verschiedenen Eventarealen verteilt werden. Dafür wird auch die bewährte Einbahnstraßenregelung an der Kiellinie zwischen Ostseekai und Reventlouschleife täglich ab 18 Uhr vorsorglich vorgehalten. Ob sie aktiviert werden muss, wird jeweils lageabhängig entschieden. Ergänzend können – je nach Besucher*innenaufkommen – veränderte Einlasssituationen, temporäre Flächenbegrenzungen oder zusätzliche Sicherheitsdienste eingesetzt werden, um Engstellen frühzeitig zu vermeiden.

Ein besonderes Augenmerk gilt in diesem Jahr der Situation an der Hörn. Aufgrund des Ausfalls der Klappbrücke und der Nutzung der schmaleren Rollverschubbrücke wird für die Kieler Woche 2026 ein gesonderter Öffnungs- und Schließplan umgesetzt. Dieser wurde in enger Abstimmung mit den beteiligten Partner*innen entwickelt und ermöglicht sowohl die Sicherstellung des Schiffsverkehrs als auch einen geregelten Zugang zum Jahrmarkt an der Hörn. Die Situation vor Ort wird zusätzlich durch Kameratechnik begleitet, durch Sicherheitspersonal gesteuert und über eine LED-Wall transparent kommuniziert. Bei hohem Besucher*innenaufkommen kann dort außerdem temporär eine Einbahnregelung eingerichtet werden.


Polizei zeigt Präsenz

Während der Kieler Woche 2026 ist die Polizei mit einer erhöhten Präsenz auf und neben den Eventflächen sichtbar. An zusätzlichen temporären Polizeiwachen sowie auf Fußstreifen sind die Beamt*innen gut erkennbar und jederzeit ansprechbar. Ziel ist es, schnell auf mögliche Gefahrenlagen reagieren zu können und gleichzeitig das Sicherheitsgefühl der Besucher*innen weiter zu stärken.

Im Rahmen der Präventionskampagne „Kein Ort für Messer“ wird es wieder verstärkte Personen- und Taschenkontrollen geben – unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Ordnungsdienst. So können Risiken frühzeitig erkannt und Verstöße konsequent geahndet werden. Die enge Kommunikation zwischen Polizei, Veranstalter*innen und Besucher*innen wird dabei fortgeführt, um Fragen oder Anliegen schnell und zielgerichtet beantworten zu können.


Livebilder sorgen für Echtzeitüberblick

Zur Kieler Woche 2026 kommen erneut Videokameratürme und Drohnen mit Kameratechnik zum Einsatz. Die Livebilder werden im Lagezentrum ausgewertet und dienen der präventiven Gefahrenabwehr sowie der Beobachtung der Bewegungsströme auf den Eventflächen.

Die Bilder ermöglichen der Veranstaltungsleitung einen Gesamt- und Detailüberblick über das Veranstaltungsgeschehen in Echtzeit. So können potenzielle Gefahrenquellen frühzeitig erkannt, Risiken eingeschätzt und Schutzmaßnahmen schnell eingeleitet werden. Gleichzeitig unterstützt das Bildmaterial dabei, mobile Einsatz- und Rettungskräfte gezielt zu koordinieren. Die Umsetzung erfolgt unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Vorgaben; Hinweisschilder vor Ort informieren transparent über Zweck und Rechtsgrundlage der Datenverarbeitung.


Lagezentrum koordiniert Informationen zentral

Auch 2026 wird wieder das etablierte Lagezentrum eingerichtet. Dort laufen während der gesamten Kieler Woche alle relevanten Informationen zusammen. Vertreter*innen verschiedener städtischer Ämter und Referate arbeiten dort gemeinsam mit der Polizei, um Situationen zu bewerten, Maßnahmen abzustimmen und schnell auf Veränderungen reagieren zu können.

Von dort aus werden auch Informationen an Veranstalter*innen und Besucher*innen gesteuert. Dazu zählen Hinweise über die mein.Kiel.App, die Homepage, Social-Media-Kanäle sowie LED-Walls mit digitalem Wegeleitsystem in der Innenstadt. So können Sicherheitsinformationen, Verkehrsregelungen oder kurzfristige Programmänderungen schnell, transparent und zielgerichtet kommuniziert werden.


Public Viewing zur Fußball-WM im Fokus

Ein zusätzlicher Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Public Viewing zur Fußball-Weltmeisterschaft. Um ein sicheres gemeinsames Mitfiebern zu ermöglichen, werden die Public-Viewing-Angebote eng abgestimmt und auf mehrere Flächen verteilt. Die Vorrundenspiele des deutschen Teams gegen die Elfenbeinküste (20. Juni) und Ecuador (25. Juni) können unter anderem auf der Rathausbühne, der Fördebühne, im Sommergarten des Hotels Kieler Yacht-Club, im Bayernzelt, im Prinzengarten und auf dem Asmus-Bremer-Platz verfolgt werden.

Gäste werden über die mein.Kiel.App, die Homepage www.kieler-woche.de sowie über LED-Walls fortlaufend über verfügbare Public-Viewing-Standorte und aktuelle Füllstände informiert. So können Gäste frühzeitig auf freie Bereiche gelenkt und große Besucher*innenansammlungen besser verteilt werden.


Bewegungszonen, Flucht- und Rettungswege

Damit auf allen Eventflächen ausreichend Bewegungsfreiheit besteht, bleibt auch 2026 das Freihalten von Bewegungszonen sowie Flucht- und Rettungswegen ein zentraler Bestandteil des Sicherheitskonzepts. Besonders auf stark frequentierten Flächen wie der Kiellinie wird darauf geachtet, dass Laufwege jederzeit frei bleiben. Stände, Vorbauten oder Dekorationselemente, die die Wege einschränken könnten, sind deshalb nicht zugelassen.


Awareness und Safe Spaces

Um das respektvolle Miteinander und den Zusammenhalt auf der Kieler Woche noch weiter zu stärken, gibt es erneut ein Awareness-Angebot, das in diesem Jahr erstmals von der Initiative Guardian Angels gemeinsam mit saferspaces umgesetzt wird. Die Guardian Angels sind ein Zusammenschluss von Expert*innen, die in kritischen Situationen die richtigen Worte finden. So können für sicherheits- und gesundheitsrelevante Probleme gemeinsame Lösungen gefunden und umgesetzt werden. Dabei fördern sie ein sicheres, respektvolles und wertschätzendes Miteinander.

Kieler-Woche-Besucher*innen, die unsichere Situationen erleben oder beobachten, können niedrigschwellig über das Scannen eines QR-Codes Kontakt zu geschulten Awareness-Teams aufnehmen. Die Codes finden sich auf allen Eventarealen und auf den Bannern der Kieler Woche im Innenstadtbereich.

An den Ständen finden sich die QR-Codes direkt auf dem Aushang mit der Standnummer. Diese ermöglicht gleichzeitig eine direkte Verortung des Geschehens – so kommen die Teams schnell an das richtige Ziel.


Besonderer „Liegeplatz“ am Ostseekai

An insgesamt vier Stationen verteilt über die Eventareale steht der Sanitätsdienst für Kieler-Woche-Besucher*innen bereit, um bei Bedarf Hilfe zu leisten. Am Ostseekai wird erneut ein ganz besonderer „Liegeplatz“ für diejenigen, die auf der Entdeckungsreise seekrank geworden sind, angeboten.

An diesem zentralen Behandlungsort können Kieler-Woche-Patient*innen durch den Sanitätsdienst behandelt werden, die nicht als Notfall in ein Krankenhaus gebracht werden müssen. So können beispielsweise kleinere Verletzungen sanitätsdienstlich versorgt oder hilfsbedürftige, nicht krankenhauspflichtige Personen betreut werden.

Das Konzept dient auch dazu, die teilweise ausgelasteten Krankenhäuser zur Kieler Woche nicht zusätzlich zu belasten. Zudem können Patient*innen direkt in der Nähe der Eventareale wieder entlassen werden und danach entweder zu ihren Freund*innen zurückkehren oder sich auf den Heimweg machen.

Alle Informationen rund um die Sicherheit der Kieler Woche 2026 gibt es unter www.kieler-woche.de/sicherheit

Pressemeldung 329/3. Juni 2026/ari


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